Strichcodeservice
Michael Franken
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Axicon Barcode Prüfgeräte | 2 aus 5 interleaved  | EAN 8 und 13

Der Code 39

Im Code39 sind die Zeichen 0 - 9, A-Z (nur Grossbuchstaben), SPACE, -, ., $, /, +, %, darstellbar. Der Code39 ist ein alphanumerischer, diskreter, selbstüberprüfender Strichcode und wird dort
eingesetzt, wo eine alphanumerische Codierungsart erforderlich ist.

  • Nachteil: hoher Platzbedarf, eingeschränkter Zeichensatz

  • Vorteil: ein einziger Vorteil, so meine Ansicht, besteht darin, dass der Code39 recht problemlos
    aus Barcode TrueType Fonts in Berichte eingefügt werden kann.
    Grund: Start und Stopzeichen werden aus den Zeichen „*“ gebildet.

1.       Aufbau und Symboleigenschaften

  1. Codierbarer Zeichensatz A-B, 0-9, Sonderzeichen: SPACE, -, ., $, /, +, %

  2. Diskreter Code
    (Diskreter Code: Ein Strichcode bei dem jedes codierte Zeichen mit einem Strich beginnt und mit einem Strich endet. Die Trennlücke trägt keine Information)

  3. Das Symbol besteht aus 9 Elementen pro Nutzzeichen,
    davon 3 breite und 6 schmale Elemente, die 5 Striche und 4 Lücken darstellen

  4. Selbstüberprüfend

  5. variable Symbollänge

  6. Bidirektional lesbar

  7. Optional eine Stelle für Symbolprüfzeichen

2.       Symbolaufbau: Der Code 39 besteht aus:

  1. einem führenden Hellfeld links (Q1)

  2. einem Start-Zeichen, wird dargestellt durch „*“

  3. einem oder mehreren Symbolzeichen für die verschlüsselten Zeichen (einschließlich einer optionalen Prüfziffer)

  4. einem Stop-Zeichen, wird dargestellt durch „*“ 

  5. einem Hellfeld rechts (Q2)

  6. Zwischen den Strichcodezeichen befinden sich jeweils die
    Trennlücken(I)

C39_1.gif (1792 Byte)

Nebenstehende Abbildung   stellt den
Symbolaufbau anhand der codierten Zeichenfolge 1B dar

3.                  Codetabelle 

Zeichen

S1

L1

S2

L2

S3

L3

S4

L4

S5

0

0

0

0

1

1

0

1

0

0

1

1

0

0

1

0

0

0

0

1

2

0

0

1

1

0

0

0

0

1

3

1

0

1

1

0

0

0

0

0

4

0

0

0

1

1

0

0

0

1

5

1

0

0

1

1

0

0

0

0

6

0

0

1

1

1

0

0

0

0

7

0

0

0

1

0

0

1

0

1

8

1

0

0

1

0

0

1

0

0

9

0

0

1

1

0

0

1

0

0

A

1

0

0

0

0

1

0

0

1

B

0

0

1

0

0

1

0

0

1

C

1

0

1

0

0

1

0

0

0

D

0

0

0

0

1

1

0

0

1

E

1

0

0

0

1

1

0

0

0

F

0

0

1

0

1

1

0

0

0

G

0

0

0

0

0

1

1

0

1

H

1

0

0

0

0

1

1

0

0

I

0

0

1

0

0

1

1

0

0

J

0

0

0

0

1

1

1

0

0

K

1

0

0

0

0

0

0

1

1

L

0

0

1

0

0

0

0

1

1

M

1

0

1

0

0

0

0

1

0

N

0

0

0

0

1

0

0

1

1

O

1

0

0

0

1

0

0

1

0

P

0

0

1

0

1

0

0

1

0

Q

0

0

0

0

0

0

1

1

1

R

1

0

0

0

0

0

1

1

0

S

0

0

1

0

0

0

1

1

0

T

0

0

0

0

1

0

1

1

0

U

1

1

0

0

0

0

0

0

1

V

0

1

1

0

0

0

0

0

1

W

1

1

1

0

0

0

0

0

0

X

0

1

0

0

1

0

0

0

1

Y

1

1

0

0

1

0

0

0

0

Z

0

1

1

0

1

0

0

0

0

-

0

1

0

0

0

0

1

0

1

.

1

1

0

0

0

0

1

0

0

Space

0

1

1

0

0

0

1

0

0

*

0

1

0

0

1

0

1

0

0

$

0

1

0

1

0

1

0

0

0

/

0

1

0

1

0

0

0

1

0

+

0

1

0

0

0

1

0

1

0

%

0

0

0

1

0

1

0

1

0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

S1 bis S5 = Striche 1 bis 5

1 = breiter Strich

0 = schmaler Strich

L1 bis L4 = Lücke 1 bis 4

1 = breite Lücke

0 = schmale Lücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Start-/Stopzeichen ist „ *

4.                  Toleranzen t:
Die zulässige Drucktoleranz (Grenzabweichung der Breite der Elemente vom Nennwert) ist für jedes beliebige Symbol gleich und wird mit t bezeichnet

Die Toleranz (t) wird berechnet:
t±(4/27)(N-/2/3))X
N = Ratio
X = Modulbreite

Die Grafik und Tabelle zeigt die Drucktoleranzen als eine Funktion des kleinsten (X-Moduls) für die
jeweils gewählte Ratio (N) dar

tolc39.gif (9273 Byte)

Als Tabelle

X-Modul

Toleranz N=2.0

Toleranz N=2.5

Toleranz N=3.0

0,200

0,040

0,054

0,069

0,300

0,059

0,081

0,104

0,400

0,079

0,109

0,138

0,500

0,099

0,136

0,173

0,600

0,119

0,163

0,207

0,700

0,138

0,190

0,242

0,800

0,158

0,217

0,277

0,900

0,178

0,244

0,311

1,000

0,198

0,272

0,346

1,100

0,217

0,299

0,380

Die Summe der Breiten über alle Elemente eines Symbolzeichens darf vom Nennwert nicht mehr als 2t abweichen.  

5.                Berechnung der Feldbreite L für den Code39
Entsprechend EN 800 sind folgende nominelle Abmessungen einzuhalten:

  1. Mindestbreite des kleinsten Moduls (X) = 0,191 mm

  2. Ratio (N): 2,0 : 1 bis 3,0 : 1

  3.  Breite der Trennlücke (I):

  4. Minimum = X

  5. Maximum: für X < 0,287 mm: 5,3X
    für X >= 0,287 mm: der größere Wert von 1,52 mm oder 3X

  6. Mindestbreite der Hellfelder: der größere Wert von 10X oder 2,54 mm.

  7. Mindesthöhe der Striche: der größere Wert von 5,0 mm oder 15% der Symbollänge.

Beispiel für Symbolbreite C39: Die Symbolbreite (L) einschließlich Q1 u. Q2 
kann aus folgender Formel berechnet werden (C= Anzahl der zu verschlüsselnden Zeichen)
L = (C + 2) (6X + 3NX) + (C +1)I + 2Q
Beispiel:
Gegeben: zu codieren 1A:
 X= 0.3, N = 2,5:1, Q= 10X=3 mm, I = X= 0,30 mm
C = (2 + 2) (18 + 2,25) + 0,9 + 6 = 103,9 mm.

Wobei: C = Anzahl der zu codierenden Zeichen
X = die Breite eines Moduls
N = die Ratio
I = die Breite der Trennlücke
Q = die Breite der Hellzone, die Hellzone ist 10X, bzw. wenn 10X < 2,54 mm dann ist Q mind. 2,54 mm

6.                  Prüfzeichenberechnung (Beschreibung)

Bei alphanumerischen Inhalten des Code39 Symbols wird das Prüfzeichen nach Module 43 berechnet.
(nur numerische Inhalte können auch nach Modulo 10 berechnet werden)

  1. Jedem Zeichen des Code39 wird ein Referenzwert zugeordnet.
  2. Diese Referenzwerte werden addiert und durch 43 geteilt
  3. Dem Divisionsrest wird ein Zeichen aus dem Zeichenvorrat des Code39 zugeordnet
Zeichen

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Referenzwert

0

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Zeichen

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

Referenzwert

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

Zeichen

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

Referenzwert

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

Zeichen

U

V

W

X

Y

Z

-

.

Sp

$

Referenzwert

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

Zeichen

/

+

%

 

 

 

 

 

 

 

Referenzwert

40

41

42

 

 

 

 

 

 

 

Beispiel: Für die Folge CODE39 soll das Prüfzeichen berechnet werden:

Zeichen

C

O

D

E

3

9

Referenzwert

12

24

13

14

3

9

Summe der Referenzwerte

75

 

 

 

 

 

Modulo 43

75 Mod 43 = 32 (75/43 = 1 Rest 32)

 

 

 

Prüfziffer

32

 

 

 

 

 

Darstellbares Zeichen

W

 

 

 

 

 

Symbol mit Prüfzeichen

CODE39W

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.                    Farbkombinationen für den Druck des Symbols 

Hintergrund 
 
Balken
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um einen ausreichenden Kontrast zwischen Hintergrund und Balken zu erreichen, dürfen die Balken des Strichcode-Symbols rotes Licht (Wellenlänge 670 nm) nur in geringem Maße reflektieren.
Der Zeichenträger hingegen muss dieses Licht ausreichend reflektieren.
Folgende Farbkombinationen sind daher zulässig:
Hintergrundfarben: weiß, gelb, rot, Magenta
Balkenfarben: schwarz, blau, grün, braun, Zyan.

Die Farbkombinationsmöglichkeiten sind nicht vollständig angeführt und sind ein Hinweis.
Beachten Sie bitte, dass die Eignung einer Balkenfarbe vom Zyan-Anteil und die Eignung einer
Hintergrundfarbe vom fehlenden Zyan-Anteil abhängig ist.
Eine Hintergrundfarbe darf nicht als Balkenfarbe und eine Balkenfarbe nicht als Hintergrundfarbe
verwendet werden!
Beim Code39 können auch Lichtquellen mit anderer Wellenlänge zur Lesung des Symbols
vereinbart werden.

 
AGB  Rechtl. Hinweise