Strichcodeservice
Michael Franken
Gentzgasse 14/4/15-16, A-1180 Wien

Tel.: +43(0)660 467 55 37
UID: AT U60646359
AGB  §5 Abs. 1 ECG


Kontakt | Home |

EAN/UPC | Code39 | Axicon Barcode Verifier  

Der Interleaved 2 aus 5 Code

Mit dem 2/5 interleaved Code sind nur Ziffern 0 - 9, paarweise codiert darstellbar.
Dieser Code ist ein numerischer, fortlaufender, selbstüberprüfender Code.
Er wird vor allem dort eingesetzt werden, wo numerische Daten in relativ
kompakter Form als Strichcode aufgebracht werden sollen, oder auch dort wo der EAN-Code
aufgrund seiner relativ hohen Empfindlichkeit nur bedingt erfolgreich aufgedruckt werden
kann. z.B.: bei Überverpackungen aus Wellpappe, oder ein Strichcode aus großer
Entfernung gelesen werden soll.

1.      Aufbau und Symboleigenschaften:

a.       Codierbarerer Zeichensatz: numerisch (0 bis 9)

b.       kontinuierliche Codeart

c.       Das Symbol besteht aus 5 Elementen pro Nutzzeichen,
davon 2 breite und 3 schmale Elemente

d.       Selbstüberprüfend

e.      Variable Symbollänge

f.        Bidirektional lesbar

g.       Optional eine Stelle für Prüfziffer (z.B. Modulo 10, gew.3)

2.      Symbolaufbau
Der Interleaved 2 aus 5 besteht aus:

a.      einem führenden Hellfeld links

b.      einem Start-Zeichen

c.      einem oder mehrern Zeichenpaaren für die zu
verschlüsselnden Ziffernpaare(einschließlich der optionalen Prüfziffer)

d.      einem Stopp-Zeichen

e.      einem Hellfeld rechts

Codetabelle

 

Nutzeichen

Binäre Darstellung

 

E1

E2

E3

E4

E5

 

0

0

0

1

1

0

 

1

1

0

0

0

1

 

2

0

1

0

0

1

 

3

1

1

0

0

0

 

4

0

0

1

0

1

 

5

1

0

1

0

0

 

6

0

1

1

0

0

 

7

0

0

0

1

1

 

8

1

0

0

1

0

 

9

0

1

0

1

0

 

 

S1

L1

S2

L2

 

 

Start

0

0

0

0

 

 

Stop

1

0

0

 

 

 

E1 bis E5 = Strich/Lücke 1 bis 5, S = Strich und L = Lücke

 

1 = breiter Strich/Lücke
0 = schmaler Strich/Lücke

 

 

3.      Codierung (Codeaufbau)

Image87.gif (3755 Byte)
Da auch die Lücken Informationen tragen ist immer nur eine gerade Stellenanzahl codierbar!
In Tabelle 1 sind die schmalen Elemente durch 0 und die breiten Elemente durch 1 symbolisiert.
Bild 2 zeigt die Folge von Balken- und Lückenelementen
anhand der codierten Ziffernfolge "01"

 

4.     Modulbreite X und Ratio N

a. Die bestimmenden Größen sind die Modulbreite X und das Verhältnis (Ratio)
    N zwischen schmalem und breitem Element.

b. Die Ratio kann zwischen 2:1 und 3:1 variieren (ausgenommen ITF14 Symbole
    - hier Ratio immer 1:2,5)

c.   Die Modulbreite X ist von der Anwendung und dem Druckverfahren abhängig
      Das Standardverhältnis sollte bei 2,5:1liegen

5.     Hellfelder (Ruhezonen) Q

Die Breite der Ruhezone muss minimal 10X besser 15X betragen.
Ist 10X < 2,54 mm dann mind. 2,54 mm

6.     Toleranzen

Die zulässige Drucktoleranz (Grenzabweichung der Breite der Elemente vom
Nennwert)  ist für jedes beliebige Symbol gleich und wird hier mit t bezeichnet.

Die Toleranz t wird berechnet:

a.       t = +- ((18N-21)/80)X

b.      N = Ratio (Verhältnis schmales Element zu breitem Element)

c.       X = Breite des schmalen Moduls.

Folgende Grafik und Tabelle zeigt die Drucktoleranzen als eine Funktion des kleinsten
(X-Moduls) für die jeweils gewählte Ratio (N) dar.

image88.gif (8646 Byte)

als Tabelle

X-Modul

Toleranz N=2.0
+- mm

ToleranzN=2.5
+-mm

ToleranzN=3.0
+-mm

0,200

0,038

0,060

0,083

0,300

0,056

0,090

0,124

0,400

0,075

0,120

0,165

0,500

0,094

0,150

0,206

0,600

0,113

0,180

0,248

0,700

0,131

0,210

0,289

0,800

0,150

0,240

0,330

0,900

0,169

0,270

0,371

1,000

0,188

0,300

0,413

1,100

0,206

0,330

0,454

 

·                   Die Summe der Breiten über alle alle
Elemente eines Strichcodezeichen- paares
darf vom Nennwert nicht mehr als 2t
abweichen

Image89.gif (2422 Byte)

7.       Berechnung der Feldbreite L für den 2/5 interleaved

      Entsprechend EN 801 sind folgende nominelle Abmessungen einzuhalten:

a. Mindestbreite des kleinsten Moduls (X): 0,191 mm

b. Ratio (N): 2.00 : 1 bis 3,00 : 1

c. Mindestbreite der Hellfelder (Q) = 10X bzw. mind 2,54 mm

                  d. Mindesthöhe des Strichcodes: der größere Wert von 5,0 mm oder
                     15% der Symbollänge

7.1.Berechnung der Feldbreite

Die minimal erforderliche Feldbreite einschließlich Q1 u. Q2 wird aus folgender Formel errechnen:

L = (P(4N + 6) + N + 6)X + 2Q

Wobei:

a. P = Anzahl der zu codierenden Zeichenpaare

b. X = die Breite eines Moduls

c. N = die Ratio

d. Q = die Breite der Hellzone, die Hellzone ist 10X, bzw. wenn 10X < 2,54 mm - dann ist Q mind. 2,54 mm

7.2.Beispiel f. Länge (ITF14)

Nr.: 09099999123457
X = 1,02 mm
N = 2,50
P = 7, (P = anzahl der zu codierenden Zeichenpaare 14/2 = 7),
N = Ratio (im System für ITF vorgeschrieben),
Q= 10 x 1,02 mm = 10,2 mm (10 x schmales Modul)
X-Modul = 1.02 (Standard für Vergrößerungsfaktor 1.00)
L (Länge) = (7(4 x 2,5 +6)+2,5+6) x 1,02 + 2 x 10,2 = 143,31 mm

8.      Maßnahmen zur Absicherung gegen mögliche Lesefehler

8.1.           Schutz gegen Teilablesung

Im Interleaved 2 aus 5 Strichcodesymbol finden sich die
Muster der Start- und Stoppzeichen
auch am Anfang oder am Ende bestimmter Zeichen innerhalb der Balkenfolge wieder.
Es ist daher mit der Möglichkeit zu rechen, obwohl nur ein Teil der Balken/Lückenfolge gelesen wurde und dennoch eine gültige Lesung erfolgte, eben keine vollständig Lesung aller codierten Zeichen erfolgte

Mit zwei zusätzlichen Maßnahmen kann dieser Möglichkeit wirkungsvoll begegnet werden:

a.       Vereinbarung einer festen Symbollänge:
In jeder Anwendungsnorm sollte entweder die Anzahl der im Symbol
codierten Zeichen für die Anwendung und den Lesevorgang vereinbart und
festgelegt werden, oder die Datenübernahme sollte so erfolgen, dass
ausschließlich Informationen mit definierter Länge verarbeitet werden.

b.       Es ist auch möglich oberhalb und unterhalb der Balken sogenannte
Tägerbalken anzubringen, oder das Symbol mit einem vollständigen Rahmen
(manchmal auch Flexorahmen genannt) zu umgeben. Die Trägerbalken oder der Rahmen sollen eine Breite vom zwei- bis fünffachen der
X-Modulbreite haben.

Ist das Symbol von einem Rahmen umgeben, so muss darauf geachtet werden,
dass  die Hellfelder - Q - in der vorgeschriebenen Mindestbreite vollständig erhalten bleiben!

Abb.4 zeigt Trägerbalken, Abb. 5 zeigt das Symbol mit Rahmen

Image90.gif (4010 Byte)

Image91.gif (4161 Byte)

8.2.Die Prüfziffer - Schutz vor Fehllesung (Substitution)

Die Einbringung einer Prüfziffer ist optional,bei ITF14 u. ITF16 ist sie zwingend
vorgeschrieben.
Zur Absicherung gegen Substitutionsfehler kann die Verwendung einer Prüfziffer vereinbart werden, insbesondere dann, wenn eine hohe Datensicherheit erforderlich ist, sollte jedenfalls eine Prüfziffer verwendet werden.
Beispiel: Im Interleaved 2 aus 5 Code sind die Ziffern 0 - 9 darstellbar, es handelt sich demnach um einen numerischen Code, es soll die Prüfziffer für die Ziffernfolge 2345839 berechnet werden:

 Berechnung der Prüfziffer nach Modulo10

Position

7

6

5

4

3

2

1

 

Daten

2

4

4

5

8

3

9

 

Multiplikator

3

1

3

1

3

1

3

 

=

6+

4+

12+

5+

24+

3+

27=

27

 

a.       addiere die Positionen 1,3,5 u. 7

b.       multipliziere die Summe aus Schritt a mit 3
3(9+8+4+2) = 69

c.       addiere die Positionen 2, 4, u. 6: 3+5+4 = 12

d.       addiere die Ergebnisse aus den Schritten b + c: 69 + 12 = 81

e.       dividiere das Ergebnis aus Schritt d durch 10: 81/10 = 8 Rest = 1

f.         subtrahiere von 10 den Rest (1) = 10 - 1 = 9
Wenn Rest gleich 0 ist, so ist die Prüfziffer 0

g.       die Differenz "1 " ist die Prüfziffer

h.       hänge an die Ziffernfolge "2445839" die Prüfziffer "9" an
Somit: 24458399

Achtung:

im 2/5 interleaved System kann aufgrund der Codierungstechnik nur eine gerade
Anzahl von Stellen verschlüsselt werden. Es ist daher erforderlich der Ziffernfolge "244589"
eine "0" voranzustellen. Durch Voranstellen einer "0" ändert sich an der Prüfziffer nichts, da 0
mit einer beliebigen Zahl multipliziert 0 ergibt.

Das gleiche Rechenschema kann für eine beliebige Stellenanzahl erfolgen, es ist darauf zu
achten, daß die Zählung der Positionen immer von rechts nach links verläuft!

8.3.Beispiel für ITF14 (aus einer EAN13 - Nummer)
Der ITF14 Code ist ebenfalls ein 2/5 interleaved Code mit einer festen Stellenanzahl von
14 Stellen.
Umgesetzt wird üblicherweise eine 13-stellige EAN - Nummer,zum Beispiel: 909999912345.
Es soll 1. die Prüfziffer und 2. die resultierende 13-stellige Nummer in
eine 14-stellige Form gebracht werden

Position

13

12

11

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

Ziffernfolge

(0)

9

0

9

9

9

9

9

1

2

3

4

5

Multiplikator

3

1

3

1

3

1

3

1

3

1

3

1

3

=

0+

9+

0+

9+

27+

9+

27+

9+

3+

2+

9+

4+

18

 

 

a. 3x(0+0+9+9+1+3+5)+9+9+9+9+2+4=123

b. 123/10 = 12 Rest =3

c. 10 - 3(Rest) = 7

d.  an die Folge "909999912345" die errechnete Prüfziffer "7" anhängen und eine 0 voranstellen.
Die zu codierende Ziffernfolge für ITF14 = 9099999123457,
Die "7" ist auch für den EAN13 die richtige Prüfziffer

9. Farbkombinationen für den Druck des Symbols

HINTERGRUND

BALKEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbkombinationen für den Strichcodedruck
Um einen ausreichenden Kontrast zwischen Hintergrund
und Balken zu erreichen, dürfen die Balken des
Strichcode-Symbols rotes Licht (Wellenlänge
633 nm - 670 nm) nur in geringem Maße reflektieren.
Der Zeichenträger hingegen muß dieses Licht ausreichend
reflektieren.
Folgende Farbkombinationen sind daher zulässig:

Hintergrundfarben: weiß, gelb, rot, Magenta
Balkenfarben: schwarz, blau, grün, braun, Zyan.

Die Farbkombinationsmöglichkeiten sind nicht vollständig angeführt und sind ein Hinweis.
Beachten Sie bitte, daß die Eignung einer Balkenfarbe vom Zyan-Anteil und die Eignung einer Hintergrundfarbe vom fehlenden Zyan-Anteil abhängig ist.
Fallweise können auch Lichtquellen mit anderer Wellenlänge vereinbart werden.
In diesen Fällen können andere Farbkombinationen notwendig werden.

Eine Hintergundfarbe darf nicht als Balkenfarbe und eine
Balkenfarbe nicht als Hintergrundfarbe verwendet werden!

 

 

 

 

 

AGB  Rechtl. Hinweise